Ein ganz besonderes Comeback

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Unsere Meistermannschaft der Saison 1990/1991, der mit dem Titelgewinn der Aufstieg in die damalige Bezirksklasse gelang, forciert mehr als 30 Jahre später den erneuten Schulterschluss und kehrt gemeinsam auf unser Loquarder Grün zurück.
Unsere Meistermannschaft der Saison 1990/1991, der mit dem Titelgewinn der Aufstieg in die damalige Bezirksklasse gelang, forciert mehr als 30 Jahre später den erneuten Schulterschluss und kehrt gemeinsam auf unser Loquarder Grün zurück.

Am 28.08.2021 kommt es um 17:00 Uhr in unserer Artmann Arena zu einem Comeback der ganz besonderen Art: Unsere Meistermannschaft der Saison 1990/1991, der mit dem Titelgewinn der Aufstieg in die damalige Bezirksklasse gelang, forciert mehr als 30 Jahre später den erneuten Schulterschluss und kehrt gemeinsam auf unser Loquarder Grün zurück.

„Ich hatte die Idee, das Team anlässlich eines Freundschaftsspiels erneut zusammen zu trommeln und habe folgend unseren damaligen Trainer Reinhold Specht informiert. Reinhold gefiel diese Idee, sodass er mich mit der Umsetzung beauftragte. Mein Bruder Thorsten und Andreas „Ziege“ Onnenga, die ebenfalls Teil der Mannschaft waren, unterstützen mich bei der Organisation“, so Jörg Ulferts, damaliger Linksaußen des Teams und heutiger Cheftrainer der Amisen aus Wolthusen.

Als Gegner wurde die aktuelle Altliga-Truppe des TUS Pewsum auserkoren, die einige Spieler in ihren Reihen hat, mit denen sich die Spieler unserer Meistermannschaft über die Jahre in verschiedenen Wettbewerben, wie beispielsweise auf diversen Sportwochen oder bei Hallenturnieren, duellierten.

Unsere Meistermannschaft kürte sich in der Spielzeit 1990/1991 bereits mehrere Spieltage vor dem Saisonende zum souveränen Meister. Dabei konnten sie eine beachtliche Tordifferenz mit mehr als 100 erzielten Toren vorweisen, von denen mehr als 45 Tore auf das Konto des damaligen Mittelstürmers Jan Folkerts gingen.

Reinhold Specht, Trainer unser Meistermannschaft, hebt dabei besonders den Charakter seines Teams hervor: „Meine Jungs waren bereit, gewisse Dinge anzunehmen, die der Mannschaft gut taten. Ich habe immer großen Wert darauf gelegt, dass die Spieler, der Betreuer und der Trainer ein Wir-Gefühl entwickeln, denn erst dann kann man von Kameradschaft sprechen. Was mich dabei besonders gefreut hat war, dass die Eltern der Spieler immer dabei waren und sich über die Spielweise ihrer Söhne freuten. Und wenn es einen Grund zu feiern gab, was in der Spielzeit öfter der Fall war, dann waren auch die Eltern dabei“, so Specht.

„Das Team war geprägt von einer tollen Kameradschaft, was einen großen Teamspirit zur Folge hatte. Vor jedem Spiel wurde „Time to wonder“ von Fury in the Slaughterhouse gespielt. Außerdem agierte das Team in einem stimmigen Umfeld mit einem tollen Trainer in Person von Reinhold Specht, der mit Elfriede und Reiner Poets zwei Personen an seiner Seite hatte, die sich um wirklich alles rund um die Mannschaft gekümmert haben“, pflichtet Jörg Ulferts seinem damaligen Trainer bei.

Und auch Reiner Poets, viel mehr als lediglich der Betreuer dieser Mannschaft, denkt gerne an die Spielzeit 1990/1991 zurück: „Eine sehr arbeitsintensive, aber gleichzeitig unvergessliche Zeit. Weil ich als Betreuer einiges vorzubereiten hatte, kam es nicht selten vor, dass mir meine Frau Elfriede mein Mittagessen vor Heimspielen auf die Sportanlage gebracht hat. Unsere Wochenenden waren bereits damals von schwarz-weißer Prägung.“

Seinem Betreuer ist auch Trainer Specht bis zum heutigen Tage zu großem Dank verpflichtet: „Ohne Reiner, seine Frau Elfriede und deren unermüdlichen Einsatz wäre vieles in dieser Saison nicht möglich gewesen.“

Im Hinblick auf das Spiel freut sich Specht in erster Linie darauf, nach langer Zeit schöne Stunden mit seinen Jungs auf unserer Sportanlage verbringen zu können: „Meine Jungs sind älter geworden, der ein oder andere hat vielleicht ein Bäuchlein oder die Gelenke sind in Mitleidenschaft gezogen, aber darum geht es am 28.08 nicht. Man hat die Gelegenheit, sich nach langer Zeit wieder zu sehen und sich die alten Geschichten von damals zu erzählen. Wenn die Mannschaft keinen guten Charakter gehabt hätte, wäre ich der Einladung nicht gefolgt. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen, auch wenn ich meine Jungs nie so ganz aus den Augen verloren habe.“